Hinaus in die Welt

Ideen sind lange in mir, wachsen und wenn es so weit ist, setze ich sie um. Umsorge sie mit Aufmerksamkeit, Liebe, Zeit und manchmal passiert es wie in der letzten Woche, dass ich bis in die späten Abendstunden durchschreibe. Irgendwann ist der Punkt erreicht, da sind sie für mich rund.
Tja und dann wird es Zeit, dass meine Projekte hinaus in die Welt gehen. Am Anfang noch mit Rettungsschirm. Ich habe liebe Freunde und gute Bekannte, welche Testleser sind.
Jedes Mal bin ich aufgeregt. Vergleichbar mit dem Lampenfieber, einschließlich grummelnden Bauches. Es ist so spannend, ob meine Testleser in meine Geschichte eintauchen, an den für mich gedachten Stellen ein Lächeln über ihre Gesichter huscht, ob sie traurig oder nachdenklich werden. Ist meine Geschichte schlüssig für sie? Haben meine Testleser Anregungen, fehlt ihnen etwas? Dann kann ich entscheiden, ob die Anregungen Platz finden und meine Geschichte vielleicht noch abrunden.
Ob meine Testleser die Geschichte mögen? Oder eher mit ihr hadern? Da habe ich den nötigen Abstand. Nicht jeder Schreibstil passt, nicht jede Geschichte gefällt. Geht mir doch auch so.
Jetzt, wo ich wieder auf ein Feedback warte, frage ich mich, ob andere Autoren auch so aufgeregt sind, wenn sie ihre Geschichten in die Welt hinaus schicken.
