15.10.26
Wenn Klarheit Frieden bringt
Ok, ganz so einfach, wie es klingt, war es nicht. Doch von vorne. Die gute Nachricht: Meine Firma mit all ihren Standbeinen wächst. Absolut genial, zumal ich den Luxus habe, dass ich meinen Lebensunterhalt mit Tätigkeiten verdiene, welche mich vom Herzen erfüllen.
Die schlechte: Da ich komplett selbstständig bin, bleibt nach Steuer und Krankenkasse vom Wachstum kaum was übrig. Also hieß es nach dem ersten frustrierten Wutausbruch mögliche Strategien zu überprüfen, ob sich daran etwas ändern lässt.
Jetzt - so mit Abstand - bin ich sehr dankbar, dass ich noch einmal in mich gehen durfte. Die Klarheit für mich hat mir Frieden gebracht. Ich nehme euch auf meine Reise mit. Viel Spaß beim Lesen. Es ist wie immer mit einer Prise Sarkasmus gewürzt. Und am Ende verrate ich auch, wofür ich mich entschieden habe.
1. Strategie
Am Finanzamt vorbei arbeiten
Ja, das wurde mir tatsächlich von mehreren Seiten geraten. Mit unterschiedlichen Möglichkeiten.
Ähmmm - nein. Mir würde man es ansehen. Sofort. Das ist für mich keine Möglichkeit. Ich bin ja so froh, dass meine Steuerberaterin meine Buchungen kontrolliert, mit dem Fianzamt redet und alles richtig seine Wege geht. Und sie machen die Post auf, übersetzen mir die Sprache so, dass ich nicht gleich stramm stehe oder einen Herzinfarkt bekomme. Dafür zahle ich gerne.
Eines ist mir zusätzlich klar geworden, wenn ich noch angestellt arbeiten würde und nebenberuflich selbstständig, hätte ich die Schwierigkeiten nicht. Keine Sorge, ich möchte nicht ins Angestelltenverhältnis zurück. Ich liebe meine Selbstständigkeit, die Freiheit zu entscheiden, wann ich wie arbeite.
Ich wäre eher dafür, dass noch einmal geschaut wird, wie die Belastungen für Selbstständige im mittleren Bereich sich zusammensetzen und ob das wirklich so gerecht ist.
Ja, mir ist bekannt, dass der Staat grad seine Prioritäten woanders setzt.
Schauen wir mal nach Strategie 2.
2. Strategie
Überprüfe dein Geld-Mindset
Es gibt in meinem Kopf Gehirnsynapsen, welche wirklich nur rudimentär angelegt sind.
Bargeld - kein Problem. Karte bekomme ich inzwischen hin und der arme Bankberater, der mir bis ins kleinste alles erklären musste, als ich meinen ersten Kredit vor 23 Jahren brauchte.
Gut in Erinnerung habe ich auch noch mein BWL-Semester, bei dem ich immer dachte: Stop. Können wir nochmal anfangen? Es ging einfach nicht in meinem Kopf rein. Ausknopf, Leere, worum ging es nochmal? Es war tatsächlich viel schlimmer als im Physikunterricht.
An den letzten beiden Freitagen hatte ich die Chance, Wissen nachzuholen, wie man Geld anlegen kann und was es mit dem Zinseszins auf sich hat. So langsam merke ich, wie neue Verknüpfungen sich in meinem Kopf bilden.
In den Zooms habe ich auch gemerkt, dass Geld als eigenständiger Wert für mich irgendwie nicht fassbar ist. Und das Geld uns alle energetisch verändert. Selten zum Positiven. Leider. Mich macht es dunkel.
Das einmal für mich zu erleben, gibt mir die Freiheit bewusst zu entscheiden, dass diese Strategie für mich beendet ist. Und was jetzt?
3. Strategie
Geld ist nicht alles
Wenn wir arbeiten, bekommen wir in der Regel Geld. Wir brauchen es, um die Miete, Kleidung, unser Essen zu zahlen. Aber Geld ist nicht alles.
Ich bin sehr glücklich, wie es mir grad geht. Ok - bis auf das Thema "Shedding", was echt gesundheitlich mich mehr als nervt und einschränkt. Irgendwann finde ich dafür eine Lösung.
Manchmal starte ich Projekte, weil ich Menschen unterstützen und/ oder ihnen einfach nur ein Lächeln aufs Gesicht zaubern möchte. Die (zugegeben oft verrückten) Ideen, welche ich Krümel im Kopf nenne, sind selten gut für meine Finanzen, aber dafür sehr gut fürs Herz. Sie potenzieren meine gute Laune. Ich fühle so viel Energie und pure Lebensfreude in mir, wenn ich an diesen Projekten arbeite.
Jetzt sind gleich zwei Krümel an den Start gegangen. Das Schneeflockengestöber auf Instagram sowie mein WhatsApp-Kanal "Zeit für dich". Schaut gerne vorbei.
Wenn ich nur einige Menschen mit beiden Projekten glückliche Momente schenke, hat sich meine Arbeit gelohnt.
Und diese Glücksgefühle sind steuerfrei und von der Krankenkasse befreit.
In mir ist Frieden. Ich werde das Dilemma nicht lösen können und dennoch mit einem viel weiteren Blick darauf schauen. Die beste Strategie für mich.

Mein Traum bekommt Flügel
Hinfallen, aufstehen, sich schütteln und weitergehen. Doch wie? Und wohin?
Ich entscheide mich fürs Atmen, fürs Leben. Der Preis ist hoch. Und manchmal holt es mich ein. Aber ich habe einfach so viel vor. Die Zeit mit meiner Tochter genießen, sie weiter wachsen sehen, meine Fellnasen umsorgen, Menschen auf ihren Weg begleiten und für die Menschen, welche mein Herz berührt haben, auf meine Weise da sein.
Da sind die Geschichten in mir, die darauf warten, erzählt zu werden, mein Wissen & die gesammelten Erfahrungen will ich aufschreiben und Menschen mit ihren Herzensprojekten als Schneeflocken auf Instagram vorstellen. Viel vor.
Die Voraussetzung dafür ist, dass ich vernünftig bleibe und akzeptiere, dass sich meine Welt seit den Corona-Impfungen verändert hat. Am Anfang hieß es zwei Jahre, aber diese sind vorbei und die Situation hat sich für mich und viele andere Menschen nicht verändert.
Hinfallen, aufstehen, sich schütteln und weitergehen. Das Beste aus meiner Situation machen und die vielen kleinen wundervollen Momente, welche mir das Leben bietet, genießen.
Ich sehe keine Chance, meinem Traum zu leben. Also gebe ich ihn frei, schenke ihm Flügel und lasse ihn in Liebe fliegen. (10.10.26)
Wacht endlich auf! (08.09.26)
Politik in Deutschland - Ich hätte da eine Idee.
In den letzten Tagen habe ich nach langer Zeit mal wieder "normales" Fernsehen geschaut. Wahlabend, Politikerdiskussionen und Talk-Shows.
Mich hat das "Wahl-Beben" nicht verwundert. Die Politik in Deutschland ist schon seit Corona-Zeiten mächtig in Schieflage geraten. Ich habe nicht vergessen, wie Politiker eine Personengruppe beschimpft, gegen sie gehetzt und ausgegrenzt haben. Wie denn auch, als Ungeimpfte gehörte ich ja zu dieser Personengruppe. Und plötzlich wurde ich, eine waschechte linke Socke, in die rechte Ecke gestellt. Darüber schmunzle ich heute noch. Nur so zur Erwähnung, ich bin tatsächlich deutlich linker als die LINKE.
Aber zurück zum Thema. Es kann sein, dass wir manchmal Dinge tun aus besten Wissen heraus, die sich später als unglücklich oder sogar als falsch herausstellen. Wenn wir für die Zukunft lernen wollen, ist der beste Weg:
Innehalten - Zuhören - Meinungen überprüfen - ggf. einen Fehler eingestehen - sich entschuldigen.
Bis heute hat sich kein Politiker für die Verbalentgleisungen aus Coronazeiten entschuldigt. Zumindest nicht in Deutschland.
ABER es wurde weiter gehetzt und die rechte Spur weiter ausgebaut. Alles, was nicht im Kram passt, wurde mit "Rechts" beschimpft. Es ist sehr gefährlich, wenn die Grenzen verwischt werden, denn:
1. Es gibt die Menschen, welche vor lauter Angst, irgendwie in die rechte Ecke gestellt zu werden, nur noch Mainstream sind, alles runterschlucken. Hauptsache nicht auffallen, nicht zuhören und vor allem auf keinen Fall Kritik äußern. Wer will schon mit Nazis auf eine Stufe gestellt werden.
2. Es gibt die Menschen, welche weiter Kritik äußern, merken was schief läuft, und sich auf einmal hinterfragen, ob sie vielleicht doch rechts sind. Dann ergeben sich ganz neue Möglichkeiten bei Wahlen.
3. Es gibt die Menschen, welche auf "jetzt erst recht" schalten und zum Protest blasen.
Diese Mischung gepaart mit Parteien, welche statt ihre Arbeit zu machen, auf andere Parteien mit den Fingern zeigen, gewürzt mit Randparteien, welche ihre Programme stur durchziehen und alles geschickt für sich nutzen, schafft die Grundlage für eine Zäsur oder ein politisches Beben wie am Sonntag.
Leider haben die Parteien nicht dazu gelernt. Ich war entsetzt über die Sendung "hart aber fair" von gestern Abend.
Mein Vorschlag für uns - die Bevölkerung
Wir alle fangen an, aufeinander zu zugehen. Reden miteinander. Hören zu. Jeder hilft nach seinen Kräften, macht seine Arbeit und hilft Menschen, mit denen er zusammen lebt, arbeitet oder in der Nachbarschaft wohnt. Wir lachen gemeinsam, achten einander und gehen verantwortungsbewusst miteinander um. Wir sorgen für Sicherheit für unsere Kinder, Frauen und Männer. Gemeinsam können wir so viel erreichen. Und wichtig, wir teilen auf allen Kanälen schöne Erlebnisse. Echte Fotos, echte Geschichten, echte Reportagen - keine KI-Plakate. Fluten wir die Medien mit unserer Art zu leben, mit wundervollen Nachrichten, so dass kein Platz mehr für negative Schlagzeilen bleibt.
Mein Vorschlag für die Politiker und Parteien
Hört auf zu hetzen und macht eure Arbeit! Zeigt uns, wo ihr wie hin wollt. Zollt uns Respekt. Dazu gehört auch, wenn wir den Gürtel enger schnallen sollen, reduziert eure "Diäten".
Und für mehr Realitätsnähe plädiere ich für ein jährliches monatliches Praktikum in der Pflege, im Kindergarten, im Restaurant, in ein Geschäft oder in einem Handwerksbetrieb. Macht euch die Hände schmutzig, redet mit uns. Hört unsere Nöte. Und vor allem kommt für vier Wochen mit unseren Gehältern aus. (Übrigens hatte ich es mal in einer Schularbeit vorgeschlagen. Mein Vorschlag wurde negativ bewertet, denn dann würde niemand mehr in die Politik gehen.)
Ich halte dagegen. Vielleicht haben wir dann endlich Politiker, welche unsere Nöte kennen und wirklich Bock auf Politik haben.

Warum
Muttertag
für mich
unwichtig ist
10.05.26
Eigentlich ist es noch viel schlimmer. Ob Muttertag, Vatertag, Valentinstag – und so weiter, die Tage haben eines gemeinsam, sie fühlen sich für mich verlogen an.
Das war früher anders. Eine Überraschung da, ein besonderes gemeinsames Essen hier.
Doch spätestens seit ich mich auf dem Weg gemacht habe, mir treu zu bleiben und genau hinzuschauen, ob ich etwas tun möchte oder es einfach von mir erwartet wird, habe ich begonnen, diese gehypten Tage zu hinterfragen. Sie sind einfach ein Riesengeschäft.
Dabei ist es besonders gegenüber den Müttern so verlogen.
Bis heute ist der gesellschaftliche Druck groß. Je nach Zeit wird von außen vorgegeben, ob die Mütter zuhause bleiben oder arbeiten sollen.
Mama werden und vor allem sein, ist wundervoll, einzigartig und gleichzeitig anspruchsvoll sowie kräftezehrend.
Kinder zeigen ihren Müttern (und Vätern) eine Welt, die sie freiwillig nie betreten hätten. Sie bringen sie an Grenzen, welche sie vorher nicht kannten.
Wir Frauen sind unterschiedlich und es wäre gut, wenn wir entscheiden dürften, ob und wie lange wir zuhause bei den Kindern bleiben.
Dafür wäre es notwendig, dass die Gesellschaft die notwendigen Voraussetzungen schafft.
Interessanterweise hat Angela Merkel mal einen Vorschlag unterbreitet, den ich sehr cool fand. Der wurde später als Herdprämie verunglimpft und ist in einer Schublade gelandet.
Wenn ich es richtig erinnere, dann schlug sie vor, dass es kein Erziehungsgeld und ein gestaffeltes Kindergeld gibt. In den ersten drei Jahren einen hohen Betrag, dann wurde es immer weniger.
Ich finde es genial, weil Eltern so entscheiden können, ob sie mit dem hohen Betrag die Kinderbetreuung bezahlen und arbeiten gehen oder ob sie mit dem Betrag die Möglichkeit haben, dass sie bei ihrem Kind bleiben.
Beide Seiten haben einen Vorteil, denn wenn heute beide Elternteile arbeiten gehen, bleibt nur wenig über, wenn die Kinderbetreuung erstmal bezahlt wird.
Wie wir miteinander umgehen, wie wir uns zeigen, wie wertvoll füreinander wir sind, das entscheiden wir täglich.
Lasst uns das intensivieren, wenn uns danach ist, auch ohne Kalender, füreinander da sein.
Liebe Väter, ich spare mir den gesellschaftskritischen Post in eurem Sinne in ein paar Tagen. Fühlt euch herzlich mit ange-sprochen.

1. Mai im Wandel
meiner Zeit
03.05.26
Dieses Jahr begann der Mai mit einer langen Gassirunde mit meinen Fellnasen.
Käffchen am Strand, Stille und die Natur genießen, leise Gespräche und später haben wir drei uns durch den Tag treiben lassen.
In meiner Kindheit und Jugendzeit standen wir auch früh auf am 1. Mai Das war es schon mit Gemeinsamkeiten.
In der DDR begann der Tag mit der 1. Mai Demonstration. Wer mit seinem Sportverein mitging, brauchte nicht mit der Schule zu gehen. Meistens habe ich ersteres gewählt. Es gehörte dazu. An die Schilder mit Friedenstauben in einem Jahr kann ich mich erinnern, ansonsten ist alles sehr vage.
Viel wichtiger war aber die Zeit nach der Demo. Die Stadt verwandelte sich, wie am Internationen Kindertag (1. Juni) auch, in eine Festmeile. Überall war was los. Musik, Aufführungen, Bastelstände und vieles mehr.
In meiner Erinnerung habe ich mich durch das Getümmel treiben lassen. Das war viel wichtiger für mich.
Erst viel später, zur Zeit der Wende, fing ich an, bewusst und aus tiefer Überzeugung an Demonstrationen teilzunehmen. Das ist bis heute geblieben.
Wenn ich für etwas demonstriere, dann aus Überzeugung, aber nicht mehr, weil es sich gehört.
Osterfieber in Laboe
Viel Spaß beim Suchen!
Die Laboer hatten die Nase voll vom Winter. Der Schnee war noch nicht weg, da zierten gefühlt die ersten Ostereier die Äste. Hier kommt eine Auswahl meiner Fotos von den diesjährigen Streifzügen. Alles ist von der Straße aus zu sehen. Also Augen auf und viel Spaß beim Suchen! Frohe Ostertage wünsche ich allen.

Ein erster Schritt
Wenn die Welt immer mehr in Kriege versinkt, ausgelöst durch wenige macht- und geldbessene Menschen, welche versuchen, alle anderen für ihre Machenschaften zu manipulieren, ist es wichtig, dass jeder einzelne für sich hinterfragt, was er möchte. Sich reinziehen lassen in den Sumpf der Kriegstreiberei oder aber einfach nur leben mit seinen Lieben zusammen?
Ich möchte, dass wir Menschen wieder mehr zusammenwachsen, unsere Eigenheiten, Bräuche & Feste behalten, Fettnäpfchen der Kulturen kennen- und vermeiden lernen. Dafür ist es wichtig, dass wir miteinander reden können.
Also meine englischen und russischen Sprachkenntnisse wieder aktivieren, spanisch lernen und in der arabischen Sprache hineinschnuppern. Ein erster Schritt, der mich deutlich aus meiner Komfortzone bringt, denn fremde Sprachen lernen, fällt mir echt schwer.

22.03.26

Wenn sich Träume erfüllen
Dieses Jahr bin ich im Januar reich beschenkt worden und so dankbar dafür.
Schon immer wollte ich einmal Polarlichter erleben. Letzte Woche war es gleich an zwei Abenden soweit.
Unsere Natur ist so voller kleiner und großer Wunder. Dankeschön. (28.01.26)
"Mit-der-Sonne-aufsteh-Mensch"
02.12.25 - Die Fotos sind zwischen 4.19 Uhr und 7.27 Uhr aufgenommen.
Es hat lange gedauert, bis ich dahinter gekommen bin. Aber jetzt endlich habe ich es verstanden. Ich bin weder ein Morgen- noch ein Abendmensch. Am einfachsten stehe ich mit der Sonne auf. Lustigerweise meine Fellnasen auch. Nur ist es im Sommer, wo wir manchmal schon um 4 Uhr unterwegs sind, viel schöner. Die Welt schläft noch. Stille. Ein leiser Windhauch streift durch die Blätter. Eine besondere Vogelsymphonie begrüßt die Sonne, Rehe grasen auf Feldern und wir drei lassen uns treiben.
Im Winter herrscht mehr Trubel. Schulkinder sind schon unterwegs, Autos rasen auf den Straßen und wir treffen viel mehr Zwei- und Vierbeiner. Die Rehe sind schon weg und die Vögel leider sowieso viel leiser in der kalten Jahreszeit. Aber eines ist genauso faszinierend - die Schönheit und Kraft des Sonnenaufgangs. Stehenbleiben, Atmen, Auftanken und dann kann der Tag starten.
Wie ist es bei euch so?
Laboe im Advent
Da die Aktion "Laboe neu entdecken" so gut angekommen ist, starte ich ab heute die neue Foto-Challenge auf WhatsApp "Laboe im Advent". Jeden Tag poste ich ein bis zwei Fotos auf WhatsApp im Status. Lasst euch überraschen, was ich auf unseren Gassi-Runden entdecke.
Du möchtest dabei sein? Dann schreibe mich gern an auf WhatsApp an (0179/ 3910707).
Habt alle einen schönen 1. Advent. (30.11.25)



19.10.25
So stolz auf mich
Mein Körper gab mir im September die rote Karte. Erst der Knöchel und dann hat mein anderer Fuß zeitweise vergessen, wie man läuft. Eine alte Bekannte von mir (Multiple Sklerose) hatte sich mit einem Knall zurückgemeldet.
Wenn wir zu Zweit Gassi gehen, werden die Runden deutlich länger. Gestern habe ich es gewagt und wir sind bis zur Promenade. Das erste Mal seit über vier Wochen.
Ich bin so stolz auf mich. Trotzdem hat die rote Karte gesessen und ich werde einiges auch langfristig umstellen.

27.09.25

Plötzlich geht nix mehr
Im September ist es hier plötzlich ruhig geworden. Ich habe meinen Fuß geschrottet. Es hatte sich angekündigt und als ich nicht hörte, dass mein Körper mehr Pausen braucht, hat er die Reißleine gezogen. Sechs Wochen habe ich gut davon, so die Prognose des Arztes. Nach zwei Wochen werden endlich die Schmerzen besser. Es geht also vorwärts.
Meine beiden Fellnasen sind so lieb. Ich habe gelernt, dass die Zwei auch ohne 10 Kilometer durch die Gegend zu streifen glücklich sind. Und unfreiwillig testete ich mein soziales Netz. Eine Erfahrung, welche für mich wichtig und zukunftsweisend ist. Mehr verrate ich, wenn es soweit ist.
02.09.25
Hurra! Endlich wieder Käffchen & mehr im Oberdorf
Heute früh öffnete Marlies Stölting ihre Türen von Marlies-Snacks. Schon früh um 7 standen die ersten draußen zum Klönschnack mit Käffchen und belegten Brötchen.
Neben Getränken, Brötchen, Süßigkeiten, Kuchen und Zeitungen gibt es auch einen Mittagstisch, den ich auf jeden Fall mal ausprobieren werde.
Ich wünsche Marlies und ihrem Team viel Erfolg, wundervolle Gäste und ein volles Haus.
Bestellungen unter 0151 29004100. Geöffnet ist Di bis Fr von 6 bis 15 Uhr, Sa von 6.30 bis 15 Uhr und So von 7 bis 14 Uhr in Laboe, Heikendorfer Weg 1.

25.08.25
Laboe neu entdecken
Nachdem ich in den letzten zwei Jahren viele Blumen fotografiert habe, verändere ich auf unseren Streifzügen zukünftig meinen Fokus. Unter dem Motto "Laboe neu entdecken" zeige ich versteckte Schönheiten in unserem Dorf, welche auch einige Einwohner noch nicht kennen.
Viel Spaß beim genauer hinsehen! Wer mehr Fotos sehen möchte, kann mir gerne auf WhatsApp folgen: 0179 3910707.



Sind wir bereit für einen Neuanfang?
Es ist so weit. Mit Teil 4 endet erst einmal der Zyklus „meine Gedanken zum Thema Frieden“. Es war eine spannende, emotionale Reise, welche für mich zumindest weitergeht. Ich habe viele Diskussionen zu diesem Thema führen dürfen. Vielen Dank an alle Mitstreiter für eure Geduld und offene Ehrlichkeit.
In den sozialen Medien entdeckte ich ein Video:
Die Familie eines Mörders bat die Familie des Ermordeten um Vergebung. Sie knieten vor ihnen und die Familienmitglieder des Ermordeten halfen ihnen auf. Sie lagen sich in den Armen und weinten. Beide Familien litten unter den Geschehenen…
Mich hat das Video sehr beeindruckt. Die Menschen baten um Vergebung und vergaben, noch wichtiger, sie erkannten den Schmerz des Gegenübers an.
Vielleicht ist dies ein Weg nach den Jahrhunderten der Kriege. Wir erkennen das geschehene Leid durch die Gewalt an, bitten um Vergebung und übernehmen damit die Verantwortung für uns und unsere Ahnen, was wir an Leid in die Welt gebracht haben. Wenn wir es alle tun, uns bemühen, um Vergebung zu bitten und zu vergeben, würde neuer fruchtbarer Boden entstehen, ohne Vorwürfe, Schuldsuche, Rache, dafür vollgepackt mit Liebe, Trauer, Mitgefühl und einer Vision, dass die nachfolgenden Generationen friedlich aufwachsen mögen.
Wären Menschen dazu bereit? Oder habt ihr eine andere Idee, wie wir die Welt für uns, unsere Kinder und Kindeskinder friedlicher gestalten?

09.08.25
06.08.25

(Fast) jedes Volk hat Blut an den Händen
Teil 3 meine Gedanken zum Frieden
Gerade in den letzten Wochen und Monaten überschlagen sich die Ereignisse an Grausamkeit, ob es im Gazastreifen, Teilen Afrikas oder in der Ukraine ist. Es wird von historischen Verpflichtungen gesprochen, wer wem helfen sollte, kritisieren darf oder aber nicht. Untergangsszenarien werden entworfen, in den Medien verbreitet, wer wen in zwei, fünf oder sechs Jahren überfallen wird. Darauf müssen wir uns vorbereiten. Wie? Neue Bomben, Drohnen, Panzer und natürlich mehr Soldaten. Dabei ist klar, dass es auf der Erde genügend Waffen gibt, um das Leben aller Menschen auszulöschen. Aber das interessiert scheinbar niemanden.
Einzelschicksale werden kurz beleuchtet, wie Schachfiguren auf dem Feld umhergeschoben, nur dass noch mehr Geld für Drohnen, Panzer, Bomben locker gemacht wird, mehr Menschen als Soldaten für einen scheinbar „guten Zweck“ zur Waffe greifen. Mehr Kanonenfutter. So können auch die letzten überzeugt werden, dass wir aufrüsten müssen, es keinen anderen Weg gibt.
Wenn es wirklich um die Kinder, Frauen und Männer ginge, gäbe es auch eine Lösung. Da bin ich sicher. Doch darüber entscheiden grad Menschen, denen keine Bomben um die Ohren fliegen, die genügend zu essen haben und ein Dach über den Kopf.
Doch mal im Ernst. Wie soll es jetzt weitergehen? Ist es möglich, dass wir Menschen aus unseren Fehlern lernen? Hass, Gier, Rache, Schuldzuweisungen und Machtgelüste – haben sie uns wirklich je weitergeholfen? Gibt es eine Alternative? Oder sind wir Menschen dazu verdammt, dass es immer wieder zu Überfällen und kriegerischen Auseinandersetzungen kommt, weil es uns vorherbestimmt ist, mit Gewalt alte Rechnungen zu begleichen, Schulden einzufordern, Rache zu üben ...
Sind wir bereit und überhaupt in der Lage aus unserer Geschichte zu lernen für einen wirklichen Neuanfang?
17.07.25
Was ist Frieden?
Während auf der Kieler Förde vermehrt U-Boote und Marine-Schiffe auftauchen, Kriegstreiberei, Hetze und Machtgier die Nachrichten bestimmen, bin ich auf Entdeckungsreise gegangen, was Frieden überhaupt genau ist.
Dabei ist mir bewusst geworden, dass Frieden kein Zustand oder die Abwesenheit von Krieg ist, sondern eine bewusste Entscheidung von Menschen zu leben. Mit dem neuen Wissen ist meiner Meinung nach in Deutschland ein friedliches Miteinander noch deutlich ausbaubar.
Und was heißt es für mich? Jeden Tag versuche ich bewusst nach meinen Werten zu leben. Neben Respekt, Achtsamkeit und Demut gehört jetzt auch Frieden dazu.
Meinen Werten gerecht zu werden, gelingt mir mal mehr und mal weniger. Aber ich bleibe dran, reflektiere täglich und versuche für mich Wege zu finden, um zum Beispiel Konflikte so zu lösen, dass ich beide Parteien im Auge behalte, mir treu bleibe, denn nachgeben für mehr Harmonie wäre keine respektvolle, achtsame oder friedliche Lösung.
Und was heißt für dich Frieden? Wie lebst du ihn?
Frieden im biblischen Sinne
Frieden im biblischen Sinne ist mehr als die Abwesenheit von Krieg. Frieden bedeutet, eine gute Beziehung zu haben: zu anderen Menschen, zu sich und zu Gott. Frieden ist die Situation, in der menschliches Leben und Zusammenleben in jeglicher Hinsicht so ist, dass es den Menschen gut geht. Das meint auch das hebräische Wort für „Frieden“, schalom. Es bedeutet Frieden im Sinne von „heil sein“ oder „ganz sein“. (Zitat: https://www.ekd.de/Frieden-Basiswissen-Glauben-15608.htm)
Video: Bundeszentrale für politische Bildung
Dieses Video fand ich sehr interessant. Und auch hier liegt der Fokus darauf, dass Frieden ein ständiges Arbeiten und miteinander Wachsen voraussetzt. Hier geht es zum Video:

16.07.25
Windjammerparade 2025
Es ist für mich der Höhepunkt der Kieler Woche. Und auch wenn sie schon etwas zurückliegt, hier kommt mein Rückblick auf die vielleicht schnellste der zurückliegenden Jahre.
Wenn die Segler gegen 11 in Kiel starten, sind sie in der Regel gegen 13 Uhr in Laboe.
2025 stand der Wind so gut, dass die "Gorch Fock" schon nach 30 Minuten in Laboe war. Hab schon gedacht, dass sie alleine los sind. Doch mit gehörigen Abstand kamen die anderen Segler. Gut, dass wir rechtzeitig los gingen, um einen schönen, vor allem ruhigen Platz für uns drei zu finden. Luna war trotzdem ihre Aufregung anzuhören. Aber das bekommen wir auch noch hin.
Die genialsten Plätze hatten die Menschen im Wasser. Das probieren wir vielleicht im nächsten Jahr.



Ist Frieden für Menschen lebbar?
Es gab eine Zeit, da dachte ich, wenn Soldaten den Dienst verweigern, würde es keine Kriege geben. Trotz der Politiker.
Seit ich erlebte, wie sich die Menschen während Corona verhielten, änderte sich mein Blickwinkel. Schon in der Steinzeit kämpften Menschen gegeneinander. Ein Lerneffekt blieb aus, sogar nach den beiden Weltkriegen und auch nach Corona.
Leben wir in Deutschland im Frieden? Schließlich fallen hier keine Bomben, die meisten Menschen haben Essen und ein Dach über den Kopf. ABER es gibt eine zunehmende Gewalt, zum Beispiel durch Messerangriffe. Diskussionen sind kaum möglich, weil gleich die rechte oder linke Ecke droht. Es wird der Rüstungsetat erhöht, es soll die Wehrpflicht kommen. Für den Notfall brauchen wir schließlich mehr Kanonenfutter (war von der Politik netter ausgedrückt). Obwohl ist das überhaupt nötig? Wenn Drohnen & Langstreckenbomben das Morden übernehmen? Nur noch Knöpfe gedrückt werden müssen?
Nach den letzten Wochen frage ich mich: Ist Frieden überhaupt für die Menschen lebbar? Oder liegt die Zerstörung in unserer Natur? Fortsetzung folgt.

24.06.25
20.06.25

Nur ein Zirkuswagen?
Mein Herz hüpfte ausgelassen beim Anblick des Wagens. Ob heute schon ein Zelt steht?
Sofort sprudelten Erinnerungen hoch. Die Vorfreude, wenn Wochen vor dem Offenburger Weihnachtszirkus plötzlich der Zirkuswagen von Frau Oschkinat auf dem Parkplatz stand. Sie organisierte jahrelang den Weihnachtszirkus, gab ihm seinen ganz eigenen Flair mit zauberhaften Geschichten rund um die Artisten, welche eine ganze Stadt in Atem hielten.
Wer kann sich noch an den hungrigen Clown erinnern oder an die wundervolle Liebesgeschichte mit Happy End? Die Mit-Mach-Loge war beliebt (und manchmal auch gefürchtet).
Der Besuch des Offenburger Weihnachtszirkus hat für uns viele Jahre zum ersten Weihnachtstag gehört und seine Geschichten zur Adventszeit.
Aufeinander achten
Morgens ca. 6.30 Uhr. Deutlich zu früh für Abenteuer breche ich vertorft zu unserer ersten Gassi-Runde auf.
Erstaunt sehe ich hoch, als eine Radfahrerin langsamer wird. Da sitzt ein Kind, ob ich mal schauen könne. Ich nicke und wechsle die Straßenseite. Barfuss im Schlafanzug bei 7 Grad schaukelt es auf einen Findling. Wir kennen uns vom Sehen.
"Komm, wir drei begleiten dich nach Hause." Es nickt und wir laufen los. Luna und Dobby trotten lieb mit. Plötzlich kommt der Papa aus der Tür, nimmt das Kind hoch. Wir lächeln uns an. Und schon gilt seine ungeteilte Aufmerksamkeit seinem Kind.
Luna ist irritiert. Wieso darf der Mann das Kind mitnehmen? Sie motzt noch ein wenig und ich hänge meinen Gedanken nach.
Ohne die Radlerin hätte ich das Kind auf der anderen Straßenseite wahrscheinlich nicht bemerkt. Es ist so wichtig, dass wir alle aufeinander achten und uns vertrauen, dass wir handeln. Einfach so.



















