Das Jahr 2012 begann für die erst 23jährige mit einem großen Erfolg. Die junge Künstlerin und Fotografin aus Friesenheim gewann den zweiten Preis des Contrast in Harmony Wettbewerbes in Wiesbaden für junge und unbekannte Künstler. Mit ihrer Fotoserie „Im Blickwinkel des Alltags“ gewann sie die Herzen der Jury und des Publikums.
Den Kindern des katholischen Kindergarten Langhurst schenkte sie zwei ihrer Kunstwerke, einen Ruhesessel und ein Idiophon. Nach dem Besuch im Kindergarten hatten wir die Möglichkeit für ein Gespräch.
Herzlichen Glückwunsch zu dem zweiten Preis des Wettbewerbes in Wiesbaden. Womit haben Sie sich genau beworben?
Mein Kunstwerk war die Fotoserie „Im Blickwinkel des Alltags“. Zehn Fotografien gehören dazu. Während eine Fachjury eine Vorauswahl traf, wählte das Publikum der Ausstellung die Preisträger.
Was haben Sie gewonnen?
Meine Fotografien wurden in der Galerie „Kunst-Schaefer“ in Wiesbaden ausgestellt. Ich habe nur die Fotos gestellt.
Im Gewinn war das Rahmen der Fotos enthalten.
Haben Sie sich schon immer fotografiert?
Von klein auf an war ich kreativ und fotografierte auch gern. Während meines Architekturstudiums in Karlsruhe entwickelte sich der Blick für die Kleinigkeiten. Mein Fokus und der Bildschnitt veränderten sich.
Durch ein Architekturstudium?
Genau. Das Wissen des Studiums kann ich auf anderen Gebieten anwenden, zum Beispiel beim Fotografieren.
Fotografieren Sie mit einer bestimmten Intention?
Ich möchte die Menschen auf die Kleinigkeiten aufmerksam machen. Das wir alle mit offeneren Augen durch den Alltag gehen und die Schönheit der kleinen Dinge entdecken.
Wie finden Sie Ihre Motive?
Meine Fotografien sind alle zufällig entstanden. Die Motive finde ich in der Natur oder Architektur. Wenn ich ein Objekt entdecke, fotografiere ich sie sofort. Deswegen ist meine Spiegelreflexkamera EOS 500 D von Canon immer mit dabei.
Mit welchem Programm bearbeiten Sie die Bilder?
Ich nutze Photoshop, aber nur für den Bildschnitt. Lieber bleibe ich zehn Minuten länger an einem Objekt und experimentiere mit den Kameraeinstellungen, als die Fotos später nachzuarbeiten. Es würde nur die Spontanität verfälschen.
Vielen Dank für das Interview!
Alle Fotografien auf dieser Seite sind von Eva Dahlke.
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